Brot backen

Nehmen Sie ggf. den Teig mitsamt Gärkörbchen aus dem Ofen und heizen den Ofen dann auf ca. 230° vor. Viele Profis und Hobbybäcker schwören auf viel heißere Öfen oder spezielle Back-Steine, ich konnte aber keinen Unterschied zwischen 225°C  und 250°C bzw. Blech – Back-Stein erkennen. Wenn Sie einen Stein gewohnt sind, benutzen Sie ihn. Ich würde nicht unbedingt einen kaufen.

Damit eine gute Kruste entsteht, braucht das Brot Feuchtigkeit, und zwar nicht zu knapp. Ein Schälchen Wasser in den Ofen gestellt reicht da nicht. Falls Sie einen modernen Backofen mit Dampfstoßfunktion oder einen kombinierten Dampfgarer/Backofen, stellen Sie mehrere kräftige Dampfstöße verteilt über die Backzeit ein.

Wenn nicht, dann können Sie entweder Wasser mit einem Zerstäuber in den heißen Ofen sprühen. Achtung: die Brandblasen von einem über 200 Grad heißen Blech sind nicht ohne. Oder die rustikale Methode: Ofen auf, 0,1 Liter Wasser mit Schwung unter das Backbleck geschüttet und schnell den Ofen wieder zu, bevor die Wasserdampfwolke Sie erreicht. Sehr effizient, aber Achtung, Dampf ist viel heißer als 100°C.

Die Schritte im Einzelnen:

  • Ofen aufheizen (225°C bis 250°C)
  • Brote aus dem Gärkörbchen auf das Backblech kippen (vorsichtig, falls doch etwas im Körbchen festklebt). Das Gärkörbchen auf keinen Fall mitbacken, sonst ist es hinüber.
  • Der Länge nach ca. 1,5 cm tief einschneiden, damit das Brot sich im Ofen ausdehnen kann und nicht unkontrolliert einreißt
  • Evtl. Brot mit Wasser besprühen
  • Sofort in den Ofen
  • Nach 10 Minuten die Temperatur auf 210°C herunterdrehen  (+ Dampf oder Wasser)
  • Nach weiteren 10 Minuten Temperatur auf 190°C herunterdrehen (+ Dampf oder Wasser)
  • Ca. 30 – 35 Minuten weiterbacken.
  • Wenn das Brot beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingt, ist es fertig.
  • Brot herausnehmen, auf Gitter legen, mit sauberem Leinentuch bedecken
  • Am nächsten Morgen essen. (Es schmeckt aber auch schon direkt nach dem Abkühlen lecker)

So – oder wie auf dem Deckblatt wird Ihr Brot nach 1 oder 2 Versuchen aussehen.

Etwas glatter wäre es geworden, wenn ich darauf geachtet hätte, nach dem Einmehlen keine Falten im Teig zu machen – Perfektionisten oder Bäckermeister sind aufgerufen, mir zu sagen, wie es besser geht.

Am Geschmack wird es aber nicht viel ändern – guten Appetit!

Weitere Infos: Die Sauerteiguhr